Über mich

Viele Jahre meines Berufslebens habe ich in Bereichen verbracht, in denen Regeln, Verantwortung und richtiges Handeln keine theoretischen Begriffe waren.

Dabei habe ich gelernt: Gute Vorgaben sind wichtig. Entscheidend ist aber, ob Menschen sie verstehen, Verantwortung übernehmen und auch dann richtig handeln, wenn eine Situation nicht im Lehrbuch steht.

Seit 1983 bin ich im Exekutivdienst tätig – zunächst bei der Gendarmerie, nach der Zusammenlegung bei der Polizei. Den überwiegenden Teil dieser Zeit habe ich im Kriminaldienst verbracht, davon rund 25 Jahre in der Kriminalabteilung beziehungsweise im Landeskriminalamt.

Mehr als 20 Jahre beschäftigte ich mich intensiv mit Wirtschaftskriminalität, Amtsdelikten und Korruption. Diese Arbeit hat mir gezeigt, dass hinter einem Delikt selten nur ein einzelner falscher Schritt steht. Oft spielen persönliche Interessen, Abhängigkeiten, wirtschaftlicher Druck, Macht, Strukturen und das Verhalten anderer Menschen eine entscheidende Rolle.

Ein weiterer Teil meiner beruflichen Erfahrung hat meinen Blick auf Sucht- und Abhängigkeitsverhalten geprägt. Dabei denke ich nicht nur an illegale Substanzen. Alkohol, Glücksspiel, Geld, Anerkennung oder Macht können Verhalten und Entscheidungen ebenso beeinflussen – mit Folgen für den Einzelnen, sein Umfeld, Organisationen und letztlich auch die Gesellschaft.

Prävention war für mich dabei von Beginn an ein wesentlicher Teil meiner Arbeit. Seit rund zehn Jahren beschäftige ich mich zusätzlich intensiv mit Korruptionsprävention. Denn nach vielen Jahren der Aufklärung weiß ich auch: Noch besser als ein erfolgreich aufgeklärter Fall ist ein Problem, das gar nicht erst entsteht.


Mein Blick auf Menschen und Verantwortung ist nicht nur im Kriminaldienst entstanden. Vor meiner Zeit bei der Exekutive habe ich eine kaufmännische Ausbildung absolviert und einige Jahre als Fernfahrer gearbeitet – und damit auch ganz andere Arbeitswelten kennengelernt.

Seit den 1990er-Jahren bin ich außerdem selbstständig als Westernreitrainer tätig. Dabei habe ich gelernt, dass Wissen allein nicht genügt. Menschen sind unterschiedlich, lernen unterschiedlich und brauchen unterschiedliche Zugänge. Wer etwas vermitteln will, muss beobachten, zuhören und verständlich erklären können.

Verantwortung kenne ich auch aus meinem persönlichen Leben: nach 34 Jahren als Ehemann und Vater und aus all den Entscheidungen und Verpflichtungen, die ein gemeinsames Leben mit sich bringt.

Diese unterschiedlichen Erfahrungen haben mich geprägt. Ich möchte Menschen nicht sagen, was sie denken sollen. Ich möchte ihnen Zusammenhänge verständlich machen, damit sie selbst gute Entscheidungen treffen und dafür Verantwortung übernehmen können.


Nach vielen Jahren beruflicher Erfahrung möchte ich das, was ich gelernt und erlebt habe, weitergeben. Nicht als theoretisches Wissen, sondern so, dass Menschen es in ihrem eigenen Alltag nutzen können.

SelbstSicher bedeutet für mich, Menschen dabei zu unterstützen, Situationen zu verstehen, Verantwortung zu übernehmen und eigene, sichere Entscheidungen zu treffen.

Denn Sicherheit entsteht nicht dadurch, dass jemand immer sagt, was zu tun ist. Sie entsteht dann, wenn Menschen wissen, warum sie etwas tun – und auch dann handlungsfähig bleiben, wenn niemand danebensteht.